Bildungs- und Studienreisen

Regionen und Religionen Israels

18.05. - 26.05.2018

Regionen und Religionen Israels

Pfingstferienreise vom 18. bis 26. Mai 2018 mit Bertil Langenohl

Die neuntägige Reise eröffnet Einblicke in eines der spannendsten Länder der Welt: Schnittpunkt dreier Kontinente, Landbrücke zwischen den antiken Zivilisationen Ägyptens und Mesopotamiens, Südwest-Ende des Fruchtbaren Halbmonds, Kreuzung der Kulturen des Orients und Okzidents und Knotenpunkt der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Wir machen uns auf, das Land über die Vielfalt seiner Landschaften und religiösen Bekenntnisse seiner Leute zu erschließen.


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1. Freitag, 18.5.2018
Flug mit LH 690 von Frankfurt (ab 18.00 Uhr) nach Tel Aviv (an 23.00 Uhr)
Transfer vom Flughafen Ben Gurion nach Jerusalem
[Übernachtung für 4 Nächte in Jerusalem, Shani Hotel, Darom 6]

2. Samstag, 19.5. (Shavu’ot Vorabend) – Jerusalem
Nach dem Frühstück besichtigen wir die islamischen Heiligtümer auf dem Tempel-berg/Haram al-Sharif, was zumindest von außen in der Regel möglich ist. Der Felsendom, aber mehr noch die Al-Aqsa Moschee, sind politisch immer wieder Stein des Anstoßes. Wir erfahren vor Ort, warum das so ist. Vom Tempelberg führt uns der Weg zur Klagemauer, Westmauer des herodianischen Tempelbezirks und dem ehemaligen Tempel, dem heiligsten Ort der Juden, am nächsten gelegen. Anschließend geht es durch das jüdische Viertel der Altstadt mit Cardo und Breiter Mauer zum Zionsberg. Die Dormitio-Kirche dort gilt tra-ditionell als Ort des Todes Marias, der Mutter Jesu. Der Abendmahlssaal bewahrt die Erinnerung an das letzte gemeinsame Essen Jesu mit seinen Jüngern vor seinem Tod und an das Pfingstwunder. Nach einem Imbiss im christlichen Viertel steht ein Besuch der Grabeskirche, dem heiligsten Ort der Christenheit, an. In der Grabeskirche, Ort des Todes und der Auferstehung Jesu, beanspruchen sechs christliche Konfessionen liturgische und Eigentumsrechte, ein Mikrokosmos christlicher Vielfalt. Der spätere Nachmittag steht zur freien Verfügung. [Ü JRU Shani Hotel]

3. Sonntag, 20.5. (Pfingsten und Shavu’ot) - Judäa, Negev und Shefela
Am frühen Morgen machen wir uns auf den Weg nach Osten durch die Judäische Wüste ans Tote Meer. Über Qumran und die Oase Ein Gedi gelangen wir nach Massada. Mit der Seil-bahn fahren wir auf das Hochplateau hinauf zu der berühmten Felsenfestung. Siebzig Jahre nach dem Tod ihres Erbauers, Herodes des Großen, wurde sie Schauplatz des letzten, drama-tischen Kampfes der national-religiösen Zeloten gegen die römische Besatzungsmacht im „Jüdischen Krieg“ (66 bis 70/73 n.Chr.) und deshalb – fast 2000 Jahre später – zu einem Mythos des jungen Staates Israel. Am Ufer des Toten Meeres entlang setzen wir an-schließend unsere Fahrt nach Süden fort. Über die Arava-Kreuzung nach Westen gelangen wir in die Wüste Negev. Hier liegt Mamshit, die nördlichste Stadt der Nabatäer, des Volkes, das seit dem 3. Jhd. v.Chr. durch den Handel auf der Weihrauchstraße reich geworden war. Ihre Hauptstadt im jordanischen Petra ist weltberühmt. Mamshit ist die am besten ausge-grabene und restaurierte Nabatäerstadt in Israel und seit 2005 Weltkulturerbe. Vom Negev aus umfahren wir das judäische Bergland westwärts und kommen im Vorgebirge (Hebr. She-fela) nach Tel Maresha. Maresha – ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe – ist berühmt vor allem wegen seiner schier unglaublichen Höhlenhäuser aus der hellenistischen Zeit (3./2. Jhd. v.Chr.), von denen wir einige sehen werden. Durch die Hügel Judäas, des südlichen Teils der Westbank, geht es schließlich an Hebron und Betlehem vorbei zurück nach Jerusalem. [Ü JRU]

4. Montag, 21.5. (Pfingstmontag) - Samaria, Jordantal und Totes Meer
Heute verlassen wir Jerusalem ins Bergland von Samaria, dem nördlichen Teil der Westbank. Oberhalb der palästinensischen Stadt Nablus, dem biblischen Sichem, liegt der Garizim, der heilige Berg der Samaritaner. Gegenüber dem zeitgleich mit dem Christentum entstandenen rabbinischen Judentum behaupten sie, die eigentlichen Bewahrer der alt-israelitischen Religion zu sein. Der Samaritaner Benny Tsedaka führt uns über das samaritanische Heiligtum und wird uns die Geschichte und den Glauben dieser kleinsten religiösen Minderheit im Nahen Osten erläutern. Von Samaria hinab geht es ostwärts an den Jordan, dem wir nach Süden folgen, bis wir bei Jericho zur traditionellen Taufstelle Jesu, Qasr al- Yehud, gelangen. Diese Furt gilt auch als der Ort, an dem die Israeliten unter Josua nach vierzigjähriger Wüstenwanderung aus Ägypten den Boden des „gelobten Landes“ betraten. In Qumran, am Rand der Wüste Juda, begegnen wir anschließend den Essenern, einer weiteren jüdischen Gruppierung aus der Zeit Jesu. In den Höhlen nahe ihrer Siedlung wurden 1947 die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden. Wer mag, kann mit einem „Schwebebad“ im Toten Meer den Tag beschließen (Zusatzkosten!). [Ü JRU]

5. Dienstag, 22.5. – Küste und Karmel Gebirge
Wir fahren an die Mittelmeerküste und besichtigen die Ausgrabungen im antiken Cäsarea Maritima, von König Herodes dem Großen als prächtige Hafenstadt erbaut, später Sitz der römischen Prokuratoren; frühchristlicher Bischofssitz und Kreuzfahrerstadt im 12. und 13. Jh. Nach einem kurzen Halt am antiken Aquaedukt geht es weiter zur Mukhraqa (Arab. Feuer), einem kleinen Kloster der unbeschuhten Karmeliter hoch oben auf dem „Horn“ des Karmel-gebirges mit wunderbarem Panoramablick über das Land. Der Tradition nach fand hier die berühmte Wette des Propheten Elija mit den Baalspriestern (1 Kön 18,17-46) statt. Zum Mittag sind wir im drusischen Dorf Isfiyah, wo uns nach einem Mittagsimbiss eine Führung von Haeyl Azam durch den Ort zur Kultur und Religion der Drusen erwartet. Wir beschließen den Tag in Haifa, dem Zentrum der Bahai-Religion, mit einem spektakulären Blick vom Berg Karmel hinab über die hängenden Gärten der Baha‘i auf den größten Industriehafen Israels und die Bucht von Haifa. Bei gutem Wetter kann man von hier bis zur „Tyrischen Leiter“ sehen, die bergige Nordgrenze des Landes, die Israel vom Libanon trennt. Anschließend Transfer zum See Genezareth. [Übernachtung für 3 Nächte im El Mul Golan Guest House, Kibbutz Sha‘ar HaGolan]

6. Mittwoch, 23.5. – Galiläa
Wir brechen auf in den Nationalpark Bet She’arim. Die Totenstadt in Untergaliläa gilt als letzter Ruheort des berühmten Rabbiners Yehuda HaNassi, der im nahen Sepphoris das jüdische mündliche Gesetz verschriftlichte und in der Mischna, dem Grundbuch des Talmud, kodifizierte. Anschließend besuchen wir Nazareth, die größte arabische Stadt in Israel und die Stadt, in der Jesus seine Jugend verbrachte. Von der orthodoxen Gabrielskirche mit der Brunnenkapelle spazieren wir durch den Suq zur modernen Verkündigungskirche der Fran-ziskaner. Am Nachmittag besuchen wir mit der Laura Netofa bei Deir Hanna ein ganz außer-gewöhnliches Kloster der „Monastischen Familie von Betlehem“ mit phantastischem Blick über die galiläische Landschaft. [Ü Sha’ar HaGolan]

7. Donnerstag, 24.5. - Golan und See Genezareth
Über das vulkanische Hochplateau des Golan fahren wir zum Berg Bental, einem Mili-tärposten, der einen weiten Blick ins israelisch-syrische Grenzland erlaubt. Ein Offizier der israelischen Armee oder der UN wird uns die politische Lage vor Ort erläutern. Anschließend geht es nach Baniyas, dem antiken Cäsarea Philippi. Baniyas ist nach dem Hirtengott Pan benannt, dem zu griechischer Zeit hier Tieropfer dargebracht wurden. Wir besuchen die Reste der alten Tempelanlage an der Quelle des Baniyas-Flusses, einem der drei Quellflüsse des Jordan. Auf der südlichen Seite des Nationalparks machen wir dann eine kleine Wan-derung über Hängebrücken durch die Baniyas-Schlucht zum Wasserfall, einem der größten des Landes. Nach dem Mittag geht es von den Golanhöhen hinunter an den See Genezareth. Noch oberhalb des Sees liegt der Berg der Seligpreisungen, der traditionelle Ort der Berg-predigt Jesu. Das wunderbar gepflegte Gartengelände um die kleine Kapelle bietet einen herrlichen Blick von Norden auf den See. Zum Abschluss des Tages besuchen wir die Aus-grabungen in Kafarnaum, der „Stadt Jesu“, mit der sog. Weißen Synagoge und dem traditionellen Haus des Petrus. (Alternative: Magdala) [Ü Sha’ar HaGolan]

8. Freitag, 25.5. – Tel Aviv
Nach dem Frühstück Transfer vom See Genezareth ans Mittelmeer nach Jaffa. Auf einem „historischen Spaziergang" von dort ins nahe Tel Aviv wollen wir erkunden, wie und warum sich Tel Aviv – im Unterschied zum religiösen Jerusalem – zur Hauptstadt des säkularen Israel entwickelt hat. Wichtige Stationen auf unserem Weg sind die Amerikanische bzw. Deutsche Kolonie Jaffa, der alte Bahnhof, das erste jüdische Viertel außerhalb Jaffas, Neve Tzedek, sowie der Rothschild Boulevard, das „Ei" von Tel Aviv. Der spätere Nachmittag steht für einen Bummel im Bauhaus-Viertel, einen Strandaufenthalt oder einen Spaziergang an der Strandpromenade zurück nach Jaffa zur freien Verfügung. [Übernachtung Ruth Daniel Residence, 47 Jerusalem Blvd., Jaffa]

9. Samstag, 26.5. – Jaffa
Zum Abschluss der Reise machen wir einen Rundgang durch die Altstadt von Jaffa.
Dieser kann individuell verlängert werden durch einen Abstecher zum alten Hafen oder einen Spaziergang zum Strand.
Ab 12.45 Uhr Transfer vom Hotel aus zum Flughafen Ben Gurion.
Rückflug um 16.30 Uhr mit LH 687 von Tel Aviv nach Frankfurt

 

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Konditionen

Leistungen:

*Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Tel Aviv und zurück
*acht Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklassehotels oder entsprechenden Gästehäusern
*ein Mittagessen bei Drusen
*Eintrittsgelder für Besichtigungen und Führungen (laut Programm)
*Rundreise im klimatisierten Reisebus
*zertifizierter Reiseleiter (Bertil Langenohl) immer vor Ort

 

Achtung!

Die Reise ist keine Pilgerreise. Sie setzt weder kirchliche Bindung noch persönliche Religiosität der Reisenden voraus, wohl aber das Interesse an Religion(en). Programmänderungen aus technischen Gründen sind möglich.

Das Programm „Regionen und Religionen Israels“ wird in Zusammenarbeit mit der Reise-agentur SK Tours in Nature, Jerusalem, und dem Reisebüro Yoram Ehrlich, Saarbrücken, realisiert.

Preise:
1.698 € im DZ mit Flug, HP und allen Eintritten laut Programm bei einer Mindestteilnehmer-zahl von 20 Personen
1.798 € bei mindestens 15 Teilnehmern
EZ Zuschlag 356 € Euro


Nicht enthalten
sind die Kosten für den Transport zum und vom deutschen Flughafen, für die Mittagsverpflegung in Israel –ausgenommen ein Mittagessen bei Drusen – sowie Trinkgelder für Busfahrer, Guide, Hotels und ggf. Referenten.

Die Höhe des Trinkgeldes wird landesüblich mit 6 € pro Tag p.P. angesetzt:
Hotel 1 € pro Tag p.P.
Busfahrer 2 € pro Tag p.P.
Guide 3 € pro Tag p.P.

 

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Reiseveranstalter: Ehrlich Reisen & Event GmbH
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